„man müsste ateliers hinterlassen können“ e.V.

Idee und Entstehungsgeschichte des Vereins

Eigentümer der Kunsthalle Kleinschönach ist der gemeinnützige Verein “man müsste Ateliers hinterlassen können e.V.“ 

 

Der Verein wurde im Jahr 2000 gegründet, um Räume für Kunstschaffende zur Verfügung zu stellen, diese zu erhalten und an nachfolgende Künstlergenerationen weitergeben zu können. So entstehen dauerhaft Ateliers für Kunst sowie ein Ort des kulturellen Austausches im ländlichen Raum der Bodenseeregion (Oberer Linzgau). 

 

Laut Satzung des Vereins sind Grund und Boden sowie die Gebäude der Kunsthalle Kleinschönach jeglicher Immobilien-Spekulation entzogen. Diese Vision hat die Gründer/-innen Martha Materna, Holger Pirke, Robert Steward und Dieter Zimmermann geleitet. Sie wurden dabei tatkräftig unterstützt durch kompetente Berater und externe Vorstandsmitglieder.

(Mit besonderem Dank für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit sind hier die Gründungs-Vorstandmitglieder Beate Oberdorfer und Gerhard Heid (2000-2002) sowie Sibylle Kauf und Karl-Heinz Knauss (2003-heute) zu nennen.) 

 

Der Verein „man müsste ateliers hinterlassen können e.V.“ unterstützt damit den Gedanken, dass die Erde als der Boden auf dem wir leben, ein zu schützendes Gemeingut ist wie Wasser und Luft. Wohn- und Arbeitsprojekte mit solchen ideellen Zielsetzungen schaffen auch ein Bewusstsein dafür, zu welchen Auswirkungen die Bodenspekulation führt; statt bei jedem Verkauf dem Grundstückseigentümer den Mehrwert auszuzahlen und ihn durch Mieter finanzieren zu lassen, bleibt der Wert im Haus neutralisiert und führt zu langfristig günstigen Wohnpreisen. (Siehe hierzu auch Stiftung trias - Gemeinnützige Stiftung für Boden, Ökologie und Wohnen.) 

Damit verwirklicht der Verein der Kunsthalle Kleinschönach seine Zielsetzung, für Künstler bezahlbare Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. 

 

Der Name des Vereins sollte diese Ideen widerspiegeln. Er entstand aus der engen Verbundenheit eines der Gründungsmitglieder mit Werk und Person von Vincent van Gogh und bezieht sich auf Gedanken, die Van Gogh im Jahre 1884 in einem Briefwechsel mit seinem Bruder Theo formulierte. 

„Meine Idee wäre, dass man schließlich ein Atelier gegründet und der Nachwelt hinterlassen hätte, in dem ein Nachfolger wohnen könnte. Ich weiß nicht, ob ich mich deutlich genug ausdrücke, aber mit anderen Worten: wir arbeiten an einer Kunst, an Unternehmungen, die nicht nur für unsere Zeit bleiben, sondern die auch nach uns von anderen fortgesetzt werden können....“ (Gogh, Vincent van: Briefe an seinen Bruder Theo, Leipzig,1997,6.Aufl., S.199-200) 

Satzung